Kinder mit ADHS haben oft nicht nur Schwierigkeiten mit Konzentration und Impulsivität, sondern auch mit ihrem Bauch: Blähungen, Durchfall oder Verstopfung sind häufige Begleiter. Doch was steckt dahinter?

Die Darm-Hirn-Achse: Eine starke Verbindung
Unser Darm und unser Gehirn kommunizieren über die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Studien zeigen, dass eine gestörte Darmflora nicht nur Verdauungsprobleme, sondern auch ADHS-Symptome verstärken kann.
👉 Serotonin-Produktion: Über 90 % des Glückshormons Serotonin wird im Darm produziert. Ist die Darmflora gestört, kann dies die Stimmung und Konzentration beeinträchtigen.
👉 Entzündungen & Nährstoffaufnahme: Ein geschwächter Darm kann Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren oder Zink nicht optimal aufnehmen, die für die Gehirnfunktion essenziell sind.
👉 Stress & Darmgesundheit: Kinder mit ADHS reagieren oft besonders sensibel auf Stress, der wiederum die Verdauung beeinflusst.
Aufgaben der Darm-Hirn-Achse

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Darmgesundheit bei ADHS
Studien zeigen, dass eine gezielte Unterstützung des Darms helfen kann, Symptome zu lindern.
Miettinen et al. (2022) – Probiotic intervention in children with ADHD: A randomized, double-blind, placebo-controlled study (Journal of Psychiatric Research). Diese Studie fand heraus, dass bestimmte probiotische Stämme das Verhalten und die Aufmerksamkeit von Kindern mit ADHS positiv beeinflussen können.
Kumperscak et al. (2020) – A pilot study on the effects of probiotics on ADHD symptoms in children and adolescents (Neuropsychiatric Disease and Treatment). Die Studie zeigte, dass eine probiotische Behandlung über 12 Wochen die Darmflora veränderte und einige Verhaltenssymptome bei ADHS-Kindern verbesserte.
Pärtty et al. (2015) – A randomized double-blind placebo-controlled trial of Lactobacillus rhamnosus GG in children with ADHD and Asperger syndrome (European Child & Adolescent Psychiatry). Diese Studie deutet darauf hin, dass eine frühe Unterstützung der Darmflora das Risiko für ADHS und andere neuropsychiatrische Störungen verringern könnte.
Wang et al. (2022) – Gut microbiota and ADHD: A systematic review and meta-analysis (Frontiers in Psychiatry). Diese Meta-Analyse von mehreren Studien bestätigte, dass Kinder mit ADHS eine veränderte Darmflora haben und dass Probiotika eine potenzielle Therapieoption darstellen können.
3 Tipps für einen gesunden Darm bei ADHS
✅ Darmfreundliche Ernährung: Ballaststoffe, fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Joghurt und eine Reduktion von Zucker können die Darmflora unterstützen.
✅ Stress reduzieren: Entspannungsmethoden wie Atemübungen oder sanfte Bewegung helfen, das Nervensystem zu beruhigen.
✅ Probiotika gezielt einsetzen: Speziell abgestimmte Probiotika wie Power Biotics unterstützen die Darmflora und können Verdauungsprobleme lindern.
Probiere unsere Tipps aus und berichte uns gerne von deinen Erfahrungen!
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